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Information neues Corona-Virus

Nun ist es soweit.

Um die Ausbreitung des neuen Corona-Virus einzudämmen, hat unser Bundesrat per 17.03.2020 beschlossen, dass auch unser IN FORM-Fitnesscenter vorerst bis 19.04.2020 nicht mehr besucht werden darf.

Dies tut uns natürlich Leid, ist aber in Anbetracht der heutigen Gefahr für eine Infizierung bei Gruppenbildung, verständlich und notwendig.

Sollte dieser Unterbruch länger als 4 Wochen andauern, werden wir Ihr Trainingsabo selbstverständlich mit einem Time-Stop belegen, so dass eine evt. noch längerdauernde Unterbruchszeit zu einem späteren Zeitpunkt am bestehenden Abo "angehängt" werden kann.

Physiotherapeutisch Einzelbehandlungen:

Praxen und Einrichtungen von Gesundheidsfachpersonen können nach Bundes- und Kantonalrecht offen bleiben. Damit können auch physiotherapeutische Einzel-Behandlungen vorerst weitergeführt werden, dabei gelten aber dei verschärfte Hygienevorschriften gemäss BAG.  Nicht absolut notwendige Behandlungen von Risiko-Patienten werden aktuell nicht weitergeführt. Die Gefahr für diese Patienten ist zu gross, weshalb sie unter keinen Umständen in die Praxis kommen dürfen.

Gesundheitseinrichtungen sind dazu verpflichtet, nicht dringlich notwendige Eingriffe und Behandlungen, die verschoben werden können, auszulassen. Damit sind auch physiotherapeutische Behandlungen, welche nicht höchst dringlich sind, zu verschieben. IN FORM Physiotherapie wird dementsprechend mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Wer sich krank fühlt, Fieber hat oder hustet, bleibt zwingend zu Hause. In der aktuellen Situation wird kulant mit begründeten, kurzfristigen Absagen umgegangen.

Findet eine Behandlung "normal" statt, seien Sie unbesorgt, wir treffen alle vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) verordneten Hygienemassnahmen.

Bei Fragen stehen wir jederzeit vorort oder auch telefonisch zur Verfügung.

 

Martin Snijders

Dipl. Physiotherapeut BSc

Erweiterung Praxis- und Trainingsräume

Immer mehr Physiotherapie !?

politik

Seit einigen Jahren steigen die Kosten der Physiotherapie in der Schweiz erheblich. In 2011 betrugen die Kosten ca. eine halbe Milliarde Franken, in der nahen Zukunft (2019-2020) wird wahrscheinlich die 1 Milliarde erreicht werden!

Siehe diesen Links in den Medien:

medien_srf_2017      medien_srf_2019

Die angegebenen Gründe der vermehrten ambulanten Eingriffe, kürzere stationäre Aufenthalte und raschere Verweisung der Hausärzten (Physiotherapeuten sind Bewegungsspezialisten und haben mehr Zeit sich um entsprechenden Patienten zu kümmern), sind eine Tatsache. Dabei kommt der gesellschaftliche Wandel zu vermehrt sitzenden Tätigkeiten und weniger Eigenaktivität.

Mit Blick auf das gesamte Gesundheitssystem in der Schweiz muss unter anderem die Problematik falscher Anreize erwähnt werden; zu viele Player profitieren nach wie vor von der Zunahme der Angebotsvielfalt und dem wachsenden Leistungsbezug - auch die Physios. Das Interesse, die auf die Allgemeinheit verteilten Kosten zu senken fehlt zum Teil gänzlich. Die Zunahme der physiotherapeutischen Interventionen wird von Seiten des Physioverbandes "Physioswiss" bestätigt.  Es wird aber nur von ungewünschten Wartelisten und den Mangel an Physiotherapeut(inn)en geredet, es wird aber meineserachtens zu wenig hinterfragt, ob die Zunahme notwendig ist oder entgegengewirkt werden kann. Wie bei anderen privaten Anbieter im schweizerischen Gesundheitswesen besteht auch bei den Physiotherapeut(inn)en kein Anreiz, Kosten zu sparen resp. eine Behandlung zu kürzen, solange die Nachfrage besteht und die Kunden zufrieden sind.

Fotolia 51757151 S

Anhaltende Beschwerdenfreiheit hat mit Zufriedenheit, aber auch mit Einsicht und Geduld zu tun. Bei der Arbeit aber auch im privaten Umfeld besteht oft zu wenig Zeit und Verständnis und herrscht ein hoher Druck voll einsatzfähig sein zu müssen.Der Anspruch vollständig und möglichst rasch beschwerdenfrei und voll belastbar resp. beschwerdenlos und vollständig zufrieden zu sein, ohne sich dabei selbstverantwortlich regelmässig, gezielt zu bewegen, ist oft nicht realistisch. Es benötigt Zeit damit die körperlichen Fitness und damit auch die Beschwerdenfreiheit entsteht. Es ist deshalb auch fraglich bis zur gewünschten, restlosen Beschwerdenfreiheit und Zufriedenheit zu behandeln.

Zweifellos benötigen viele Erkrankungen und Beschwerden eine physiotherapeutische Intervention. Die Anzahl Behandlungen sollte aber immer tief und möglichst auch volkswirtschaftlich sinnvoll und tragbar sein. Dies gilt sowohl für chronische Erkrankungen aber auch für die Nachbehandlung nach Operationen am Bewegungsapparat.

Es ist wissenschaftlich und naturgemäss bewiesen, dass unser Bewegungsapparat bei Verletzungen, Reizungen aber auch nach Operationen eine gewisse Zeit zur Heilung und Belastungstoleranz braucht, welche oft nach richtiger Instruktion und Selbstdisziplin ohne weiteres "Fremd-Einwirken" eines Physiotherapeuten erreicht werden kann!   

Es wäre deshalb sinnvoller die Patienten eine Strategie zur Selbstbehandlung zu vermitteln und damit zu lernen, mit einer gewissen Beschwerdenlast im Alltag umgehen zu können und diese mit Geduld und Eigeninitiative selbst zu behandeln resp. zu verhelfen oder auch eine Mehrbelastbarkeit durch eigenständiges Training wieder zu erlangen. Sgn. "passive" Behandlungen, wobei der/die Physiotherapeut(in) seine Techniken anwendet, können deutlich reduziert werden, wenn den Patienten die "Selbstbehandlungsvariante" instruiert wird.

 

Wir Physiotherapeut(inn)en sollten uns in Zusammenarbeit mit den Versicherern und der Politik darum bemühen einen entsprechenden tariflichen Anreiz zu schaffen.  Z.B. könnte die standardmässige ärztliche Verordnung für 9 Physio-Sitzungen während 12 Wochen finanziell etwas weniger vergütet werden. Eine neue standardmässige ärztliche Kurzverordnung für 3 bis 4 Physio-Sitzungen (für eine Analyse der Beschwerden und eine 2-bis 3-malige Instruktion und Evaluation zur Selbstbehandlung (Bewegungs- Entlastungstips) während 4 bis maximal 6 Wochen konnte dann etwas besser vergütet werden, womit dann der Anreiz zu weniger Interventionen gegeben wird. Dabei ist wichtig, dass die Behandlungszeit (4-6 Wochen) dann auch eingehalten wird, und keine neuen, weiteren Behandlungen und Untersuchungen eingeleitet werden. Die etwas besser vergütete 3-4-malige Analyse/Instruktion kann nur abgerechnet werden, wenn in den angegebenen 4-6 Wochen keine weiteren Physio-Behandlungen notwendig sind.

Eine evt. notwendige Fortsetzung und/oder passiven Behandlung mit manuellen, passiven Techniken wird nur bei anhaltend hohen Beschwerdenmass (Beurteilung Hausarzt in Rücksprache mit Physio) nach erneuter Arztverordnung stattfinden. Die Kosten dieser Folgebehandlungen werden dann entsprechend den 9-er-Sitzungsprinzip etwas weniger vergütet.

Ich wünsche alle Physio-Kunden viel Mut, Geduld und Erfolg, Ihre Gesundheit und Beschwerden am Bewegungsapparat zumindest teilweise aktiv und selbst behandeln zu können, und lade alle verordnenden Ärzten zu einer mutigen und kritischen Verordnung ein.

Unser Fachverband "Physioswiss" und die Politiker wünsche ich Konsequenz und Mut zur Anpassung des Tarifes.

 

Martin Snijders, dipl. Physiotherapeut BSc

Kontaktdaten

IN FORM Physiotherapie
Martin Snijders
Dipl. Physiotherapeut BSc

Bahnhofstrasse 6A
CH-3315 Bätterkinden


Telefon 032 665 45 35
Mobile 079 588 69 60

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